Wipferlhonig - Vom Wald direkt aufs Butterbrot

Rundum G'sund

Für jedes Wehwehchen ist ein Kraut gewachsen und auch die heimischen Wälder beherbergen Geheimnisse der Naturapotheke. Der "Wipferlhonig" ist nicht nur lecker sondern auch sooo g'sund.

Liebe Freunde der Almküche,

im Mai ist die Wipferlsaison. Was sind "Wipferl"?
Das sind die kleinen, hellgrünen und weichen Triebe von vielen Nadelbäumen. Es macht Spaß, diese mit den Kindern bei den ersten Frühlingswanderungen zu sammeln und zu Hause aufzubereiten. Der Wipferlhonig ist eigentlich ein Sirup und wird sehr gerne bei Schupfen, Husten und Heiserkeit verwendet. Sie enthalten jede Menge an gesunden, ätherischen Ölen und viel Vitamin C.
Kinder lieben die süße Medizin löffelweise und so manch geschwächter Erwachsener süßt damit gerne den Tee. Auch am täglichen Frühstücksbrot oder im Palatschinken schmeckt der Wipferlhonig herrlich.

Hier ist das Rezept:

  • 500-700 g Wipferl von der Fichte oder Tanne
  • 1,5 l Wasser
  • 1,5 kg brauner Zucker

Tipp:
Die Wipferl immer von den unteren Zweigen pflücken. Pro Baum immer nur einige Wipferl ernten, damit der Wachstum nicht eingeschränkt wird.
Die Wipferl zu Hause auslegen und 1 Tag ruhen lassen. Eventuell befinden sich noch kleine Tierchen in den Trieben - die können somit flüchten.

Grüne Baumwipfel

Nun geht's ans Kochen:

1. Die Wipferl in einen Topf mit Wasser geben, sodass die Wipferl gut mit Wasser bedeckt sind, einmal aufkochen lassen.

2. Danach über 1 Nacht stehen und ziehen lassen.

3. Am nächsten Morgen die Wipferl abseihen, die Flüssigkeit gemeinsam mit dem Zucker aufkochen lassen. Danach ca. 2 Stunden sanft köcheln lassen, bis eine sirupartige Konsistenz erreicht ist.

4. Der "Honig" kann nun in Schraubgläser abgefüllt werden. Gläser fest verschließen, kurz auf den Kopf stellen, wieder umdrehen und auskühlen lassen. Kühl und dunkel gelagert, hält er 1 Jahr, bis zur nächsten Wipferlsaison.