Ein Bauernschmankerl voller Tradition
Almliesl hat ein wertvolles Rezept aus der bäuerlichen Küche ergattert. In Zeiten schwerer Feld- und Stallarbeit mussten Gerichte auf den Tisch die Kraft & Energie geben. Der Pinzgau ist bekannt für diese traditionellen Schmankerl. Heute stellen wir dir die Pinzgauer Krapfen vor. Schau gleich rein, das Rezept ist ganz einfach.



Das besondere an den alten überlieferten Rezepten aus dem Bergen ist, dass die Maßangaben oft nicht so genau genommen wurden. Gerne wurden die Einheiten in "Händen" angegeben. Eine handvoll Mehl, ein Schluck Milch, a bissal Salz u.s.w. Das macht das Backen und Kochen schon spannend, aber es kommt stets was g'schmackiges dabei heraus. Die Bäuerinnen haben tolle Gerichte auf einfachen Holzöfen gezaubert, genauso wie die Mama von unserer Almliesl Maria. Oben auf ihrer Alm in Saalbach Hinterglemm produziert sie selbt Käse & Butter. Sie hat uns ihr altes Krapfen-Rezept verraten und wir dürfen es hier für dich veröffentlichen. Probier es unbedingt aus, du wirst begeistert sein!
Für die Krapfen brauchst du ...
- ca. 500g glattes Mehl
- ca. 300g lauwarme Milch
- 20g Germ
- 7g Salz
- 60g Butter
- 2-3 Eier
- Marmelade und Staubzucker für Süße
- Sauerkraut für Herzhafte

Schon kann's losgehen!
1. Zitat: “Aus den Zutaten eher einen weichen Germteig machen.” Esslöffelgroße Teigstücke abstechen und mit Hilfe von etwas Mehl auf den Händen schöne, glatte Kugeln formen. Diese etwas ruhen lassen.
2. Die Kugeln werden nun mit viel Gefühl geplättet und leicht gezogen. Es sollte ein kleiner Teigrand entstehen. Nebenbei in einer hohen, weiten Pfanne ordentlich Butterschmalz füllen. Das Fett sollte rund 3 cm hoch stehen und auf rund 160 Grad erhitzt werden. Marias Tipp: Holzlöffel-Test! Sobald das Fett in der Pfanne kleine Bläschen am Löffel bildet, kann das Herausbacken losgehen.
3. Mit dem Teigrand nach unten, kommt der Krapfen langsam ins Fettbad. Hier schwimmt er nur einen Moment, bis er goldbraun geworden ist. Mit einem Löffel immer wieder etwas vom Fett auf die Oberfläche träufeln. Der Rand wird rasch groß und füllig. Den fertigen Krapfen auf Küchenpapier legen und das überschüssige Fett aufsaugen lassen.
4. Schon sind deine Krapfen bereits zum Servieren! Herrlich g'schmackig ist die süße Variante viel Staubzucker und einem Klecks Marmelade. Aber auch die Sauren mit würzigem Sauerkraut solltest du unbedingt probieren!
